back to the roots

Vor zwei Wochen saß ich gelangweilt in der Schule. Jedoch nicht weil der Unterricht langweilig war sondern weil ich in der Mittagspause nichts zu tun hatte. Ich hasse lange Pausen. Genau aus diesem Grund.
Die letzten Jahre habe ich die Pausen damit verbracht irgendwie durch die Schule zu schlendern und darauf zu warten dass der Unterricht endlich weitergeht und ich nach Hause kann.

Nun kam ich vor zwei Wochen auf die Idee wenigstens mal woanders langzugehen... Ich bin also an einem Fluss in der Nähe langspaziert und habe dabei den Soundtrack von To the Moon (der total klasse ist <3) gehört. Irgendwann bin ich an einem Spielplatz vorbeigekommen. Ich habe mich auf eine Schaukel gesetzt und bin während ich weiterhörte einfach geschaukelt.
Schneller.
Höher.
Zur Musik passend.
Glück.
Ich war glücklich.
Das überraschte mich erst, doch ich merkte wie sehr ich das Schaukeln vermisst hatte auch wenn es so eine triviale Aktivität ist, die keine Überraschungen bringt. Nachdem ich dort eine Viertelstunde schaukelte bin ich zurück zur Schule gegangen und hatte die beste Laune.

Inzwischen habe ich das schon fünfmal wiederholt. Jedes Mal hörte ich Musik, spazierte zum Spielplatz und schaukelte. Und dann ist mir eine Idee gekommen. Man hört andauernd Leute um sich rum sagen wie schön es doch war als sie noch Kinder waren und wie unbeschwert das Leben war.
Und natürlich ist das Leben anders gewesen als Kind.
Man hat ja auch andere Sachen gemacht.
Vermutlich ist es oft viel einfacher als man denkt wieder ein Kind zu sein.

Schaukeln.
Abheben.
Unbeschwert.
Ein unbeschwertes Leben.
Wann seid ihr das letzte Mal geschaukelt?

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